3 Punkte – 1 Punkt – 0 Punkte – und am Ende doch 3 Punkte.
Ein Spiel, das sich über die gesamte Spielzeit hinweg immer wieder gedreht hat und bis zum Schluss völlig offen war.
Beide Mannschaften traten mit offenem Visier auf und wollten unbedingt als Sieger vom Platz gehen. Das 0:1 für Palmbach entstand ganz nach dem Motto: „Ich hab da eine Idee.“ Daniel setzte sich entschlossen durch, ließ mehrere Gegenspieler stehen und dribbelte sich stark durch die Hälfte von Bulach. Am Ende war es Tim Klingel, der den sehenswerten Angriff zur verdienten Führung vollendete.
Doch Bulach reagierte und erhöhte spürbar das Tempo. Nach dem 1:1 folgte sogar ein Traumtor zum 2:1, wodurch Palmbach kurzzeitig den Faden verlor – eine Phase, die in der Hinrunde wohl noch eine Niederlage bedeutet hätte. Doch diesmal zeigte das Team Moral: Nach einigen taktischen Anpassungen und einem abgefälschten Freistoßtor von Riddi Rittershofer begann eine packende Schlussviertelstunde.
Beide Teams wollten mehr als nur einen Punkt – das war deutlich zu spüren. Bulach setzte den ersten Nadelstich: Ein langer Freistoß segelte durch den Strafraum, landete am langen Pfosten und wurde vermeintlich zum Tor eingeschoben. Jubel im Stadion – doch der Schiedsrichter hob die Fahne: Abseits. Selbst aus Palmbacher Sicht eine eher glückliche Entscheidung.
Nur zwei Minuten später dann die große Chance für Palmbach: Kostrewa schickte Rittershofer auf eine 50-Meter-Reise, allein auf den Torwart zu. Doch der Bulacher Keeper parierte stark und hielt sein Team im Spiel.
Dann lief die 90. Minute: Joker Fabio Renger setzte mit einem starken Sprint nach, sicherte den Ball und steckte ihn auf Julius durch. Für viele vielleicht zu steil – für Julius jedoch der Startschuss für aggressives Pressing. Ein Verteidiger von Bulach spielte den Ball unglücklich direkt vor seine Füße, und Julius blieb eiskalt: 2:3 für Palmbach!
Die komplette Bank explodierte, Spieler und Betreuer stürmten auf den Platz – grenzenloser Jubel! 6 Punkte aus 2 Spielen in der Rückrunde.
Ein packendes Spiel, das eigentlich keinen Verlierer verdient hatte.
Besonders hervorzuheben ist an dieser Stelle die Fairness von Kevin Müller (Nr. 27, Bulach). In einer so entscheidenden Phase ein Foul selbst anzuzeigen, obwohl der Schiedsrichter noch im Austausch mit seinem Assistenten war, ist alles andere als selbstverständlich. Dafür wurde er von uns völlig verdient für den Fair-Play-Award beim BFV vorgeschlagen.


