Radtour Aktivgruppe 2026
Von Villingen zur Neckarquelle, entlang des jungen Neckars bis Großingersheim und über Bietigheim-Bissingen weiter an der Enz bis Vaihingen an der Enz.
Radtour der TSV-Aktivgruppe vom 9. bis 13. Juni 2026

(Neckarquelle)
Fünf Tage unterwegs, rund 280 Kilometer im Sattel und jede Menge gemeinsamer Erlebnisse – so lässt sich die diesjährige Radtour der TSV-Aktivgruppe zusammenfassen. Elf Radlerinnen und Radler machten sich vom 9. bis 13. Juni auf den Weg, um den jungen Neckar von seiner Quelle bis Großingersheim zu begleiten. Dort verließen wir den Neckar-Radweg und wechselten über einen Anstieg ins Enztal. Unser nächstes Etappenziel war Bietigheim-Bissingen, bevor wir am letzten Tag entlang der Enz bis nach Vaihingen an der Enz radelten.
Los ging es am Dienstagmorgen am Karlsruher Hauptbahnhof. Mit dem Regionalzug erreichten wir Villingen, wo unsere Tour begann. Otto und Siegfried hatten die fünftägige Reise bestens vorbereitet. Gerade bei einer Gruppe von elf Personen ist die Planung der Strecken und Übernachtungen alles andere als selbstverständlich. Dafür schon an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön.
Vom Bahnhof Villingen führte uns die erste Etappe zunächst zur Neckarquelle in Schwenningen auf 706 Metern Höhe. Hier entspringt der rund 370 Kilometer lange Neckar, der später bei Mannheim in den Rhein mündet. Weiter ging es durch die reizvolle Landschaft nach Rottweil, wo wir eine Kaffeepause einlegten. Beeindruckend war der Blick auf die 606 Meter lange Hängebrücke und den 246 Meter hohen Thyssenkrupp-Testturm. Nach rund 52 Kilometern erreichten wir unser erstes Etappenziel Oberndorf und bezogen das Hotel Wasserfall.
Am Mittwoch stand die längste Etappe mit rund 67 Kilometern von Oberndorf nach Tübingen auf dem Programm. Zahlreiche Brückenbauwerke begleiteten unseren Weg durch das Neckartal. Leider zeigte sich das Wetter wenig von seiner freundlichen Seite. Immer wieder mussten wir Regenschauer überstehen, bevor uns kurz vor Tübingen ein heftiger Starkregen völlig durchnässte. Im Hotel Meteora angekommen, waren trockene Kleidung und ein warmes Abendessen wichtiger als ein Stadtbummel. So blieb das wunderschöne historische Rathaus von Tübingen leider von innen ungesehen.
Auch am Donnerstag meinte es das Wetter auf der Strecke nach Esslingen nicht gut mit uns. Regenkleidung war an diesem Tag unser ständiger Begleiter. Schade, denn die Landschaft entlang des Neckars hätte bei Sonnenschein noch mehr Eindruck hinterlassen. Nach 57 Kilometern erreichten wir unser Hotel ECOinn, das nur wenige Gehminuten von der historischen Altstadt entfernt lag. Den Abend ließen wir gemütlich im Brauhaus „Zum Schwaben“ ausklingen.
Die vierte Etappe führte von Esslingen nach Bietigheim-Bissingen. Wieder sagte die Wetter-App Regen voraus – und sie sollte recht behalten. Besonders in Bad Cannstatt mussten wir unter einem riesigen Brückenbauwerk Schutz suchen. Dort entdeckten wir die sogenannte „Hall of Fame“, eine legale Graffiti-Fläche unter der König-Karl-Brücke. Trotz des unvermeidlichen Uringeruchs war die farbenfrohe Gestaltung beeindruckend und bot eine ungewöhnliche Kulisse für unsere Regenpause.
Unser Quartier, das liebevoll geführte Reinhardts Hotel, überraschte mit zahlreichen Erinnerungsstücken aus dem Motorsport – die große Leidenschaft des Hotelbesitzers. Am Abend stärkten wir uns im Restaurant Lehmgrube, wo für jeden Geschmack etwas auf der Speisekarte zu finden war. Ein Spaziergang durch die schöne Altstadt von Bietigheim-Bissingen und ein Eis zum Abschluss rundeten den Tag perfekt ab.

Die letzte Etappe führte uns schließlich entlang der Enz nach Vaihingen an der Enz. Endlich zeigte sich das Wetter von seiner besten Seite. Bei Sonnenschein konnten wir die landschaftlich reizvolle Strecke in vollen Zügen genießen – für viele von uns der schönste Radtag der gesamten Tour.
Vom Bahnhof Vaihingen an der Enz traten wir mit dem Regionalzug die Heimreise nach Durlach an. Bevor sich unsere Wege trennten, ließen wir die gelungene Tour traditionell bei einem gemeinsamen Abschluss im Vogelbräu ausklingen.
Fünf Tage, rund 280 Kilometer, viele schöne Eindrücke, manche nasse Kleidung, aber vor allem eine tolle Gemeinschaft machten diese Radtour zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Unser besonderer Dank gilt Otto und Siegfried, die diese Tour mit viel Engagement hervorragend organisiert haben. Für das wechselhafte Wetter konnten sie zwar nichts, doch ihre Planung trug entscheidend dazu bei, dass wir eine rundum gelungene und erlebnisreiche Radreise erleben durften.
Uwe
